Yin Yang, Zimtsterne und Maskenpflicht

Das Jahr geht zu Ende und die Stimmung wirkt auf mich zeitweilig grau und bedrückt. Es ist verlockend, sich dem grau hinzugeben und sich über den Virus, die Restriktionen oder sonst Irgendwas aufzuregen. Auch ich neige dazu und habe, gelinde gesagt, die Schnauze voll von den stetig neuen Regelungen und den allgegenwärtigen, angespannten Diskussionen über das Impfen oder Nicht-Impfen.

Trotzdem will ich das Jahr mit Hoffnung abschliessen. Hoffnung, dass wir alle etwas gelernt haben, über uns Selbst und wie wir mit solchen Herausforderungen umgehen. Wohin gehen unsere Gedanken, wenn etwas unverständlich oder schwierig wird? Schaffen wir es, zu sehen was trotzdem gut ist oder versinken wir in Passivität und Lethargie? Gedanken sind ein machtvolles Instrument und die Wurzel unserer Worte und Taten. In diesem Sinne will ich erinnern an all die Momente, in den wir in den vergangenen Monaten herzhaft gelacht haben, wenn auch unter der Maske. Momente, in denen wir uns über Zimtsterne gefreut und mindestens drei zu viel gegessen haben. Momente der Solidarität und der Gemeinschaft. Momente mit Sonnenschein und Sommerregen. Auch wenn der Sommer kurz war, zeigt uns der Wandel der Jahreszeit, dass alles vorbeigeht. Schönes, wie Schweres.

Wie der stetige Wandel, ist auch das Prinzip Yin und Yang geprägt von der stetigen Veränderung und notwendigen Gegenpolen. Der philosophische Kontext des Daoismus ist im Grundgedanke ganz simpel: Alles auf der Welt hat einen notwendigen Gegenpol.

Wenn wir also leiden, dürfen wir doch Hoffnung hegen, dass der Gegenpool, die Freude und Leichtigkeit kommen wird. Und wer weiss, vielleicht gelingt es dadurch besser, Vertrauen und Zuversicht zu haben, dass die Situation vorbeigehen wird.

Und um dem Prinzip von Yin und Yang zu folgen, ist auch in jedem Dunkel etwas Licht zu finden, manchmal muss man nur etwas suchen…



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